Termine- Brandenburgisches Literaturbüro Juni 2009

 

25. Juni 2009, 20.00 Uhr, Waschhaus (Kunstraum), Schiffbauergasse 6, Tel. 0331-271560, Moderation:  , Eintritt: 6,-/4,- Euro

 

 

HUBERTUS KNABE liest aus seinem Buch "Honeckers Erben - Die Wahrheit über DIE LINKE". Moderation: Hendrik Röder (Brandenburgisches Literaturbüro)

 

Als 1989 die SED-Diktatur gestürzt wurde, hätte niemand gedacht, dass die Staatspartei der DDR zwanzig Jahre später die Geschicke der Bundesrepublik mitbestimmen würde. Doch nach mehrfachen Metamorphosen, dubiosen Verschiebungen ihres Milliardenvermögens und dem obskuren Zusammenschluss mit westdeutschen Altlinken drängt die Partei zurück an die Macht. In welch beunruhigendem Maße es eine personelle, programmatische, organisatorische und finanzielle Kontinuität von der SED zur Partei Die LINKE gibt, dokumentiert Hubertus Knabe in gewohnter Gründlichkeit.

Mit viel Geschick hatten es Parteifunktionäre wie Gregor Gysi oder Lothar Bisky 1989/90 verstanden, die diskreditierte Diktaturpartei zu retten und die Misere, die vierzig Jahre Sozialismus hinterlassen haben, anderen in die Schuhe zu schieben. Das Milliardenvermögen der SED, bis heute angeblich unauffindbar, wurde auf Auslandskonten verschoben. Durch wiederholte Namensänderung wurde die SED-Herkunft verschleiert - noch heute sind gut die Hälfte der Mitgliedschaft alte SED-Genossen, darunter zahllose Stasi-Mitarbeiter. Das Parteiprogramm wurde auf Verfassungskonformität getrimmt, strebt in Wahrheit aber eine andere Republik an. Die jahrelang vergeblich betriebene Westausdehnung wurde schließlich mit Hilfe der WASG-Gründung und der populistischen Tiraden von Ex-SPD-Chef Lafontaine doch noch bewerkstelligt.
Rechtzeitig zur Bundestagswahl leuchtet Knabe hinter die Kulissen einer Partei, die die Öffentlichkeit wie keine andere über ihr wahres Innenleben zu täuschen versteht und nicht zuletzt deshalb auf eine völlig unkritische Haltung der bundesdeutschen Medien trifft. Dieses Buch geht alle an, die sich um die politische Zukunft Deutschlands Sorgen machen.

Hubertus Knabe, geboren 1959 in Unna, ist wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Von 1992 bis 2000 war er in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Gauck-Behörde) tätig. Er gehört zu den profiliertesten Historikern der Bundesrepublik, die sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur widmen. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller Die Täter sind unter uns (2007) und Honeckers Erben (2009).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und des Waschhauses Potsdam

27. Juni 2009, 18:00 Uhr  "Der Titel ist die halbe Miete.   Mehrere Versuche über die Welt von heute " - Harald Martenstein
Potsdam, Auf der Terrasse der Villa Quandt, Große Weinmeister Straße 46-47, Tel.0331-2804103, Eintritt: 7,-/5,- Euro

Auch in dem neuen Glossenband des beliebten ZEIT-Journalisten Harald Martenstein dreht sich alles um die Widrigkeiten des Alltags: Probleme, die die Menschheit seit Urzeiten mit sich herumschleppt oder welche, die manchmal nur so kurz aufblitzen, dass sie eben nur von Harald Martenstein verewigt werden können. Immer klug, immer komisch. Auf Martenstein ist Verlass.
Harald Martenstein, 1953 in Mainz geboren, studierte Romanistik und Geschichte in Freiburg. Im Februar 2007 erschien sein Romandebüt „Heimweg“, für das er im selben Jahr mit dem CORINE-Debütpreis ausgezeichnet wurde.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros