Die Kapverdischen Inseln - eine Warnung und eine Empfehlung: Nicht für jedermann!

 

von Jürgen Weber

Teil 1: Die Warnung.

Die Kapverdischen Inseln (Cabo Verde) sind ausgesprochen karg und trocken, selbst die Grünste der Inseln, Santo Antao ist nicht wirklich grün, jedenfalls dann nicht, wenn man sie z.B. mit einigen der Kanarischen Inseln vergleicht wie La Palma. Wer`s also vor allem grün mag: Nicht hinfahren. Die übrigen Inseln (nur neun sind überhaupt bewohnt) sind noch weniger grün als Santo Antao, von denen Sal (auf der sich auch der einzige internationale Flughafen befindet) eine der trockensten von allen zu sein scheint, wäre Sal ein Hund könnte man auch sagen: struppig. Aber Sal ist ja kein Hund weshalb ich es auch nicht sage. In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis für alle, die trotzdem (oder am Ende deswegen!) nach Sal möchten, weil sie die letzten Jahre immer in Italien waren und diesmal was ganz anderes machen möchten: Sal erfreut sich vor allem bei Italienern allergrößter Beliebtheit, konsequenter wäre es insoweit also: Weiter nach Italien fahren. Wer übrigens noch in dunkler Erinnerung hat, dass es auf Sal Anfang diesen Jahres zu Steinigungen von Touristinnen gekommen ist (Italienerinnen!), kann zumindest insoweit unbesorgt sein: Hintergrund war wohl "nur" Eifersucht und/oder Enttäuschung eines kapverdianischen Mannes in Bezug auf die o. a. Damen, die nach einer Affaire (wohl im Sand, vgl. oben) perspektivisch andere Vorstellungen hatten als die offenbar außer Rand und Band befindlichen Herren. Mit anderen Worten: Es ist NICHT landesüblich, Touristinnen auf den Kapverden zu steinigen, allenfalls handelt es sich um eine landestypische Wahl der Waffen: Steine (bieten sich einfach an!).

Besonders struppig und räudig ist übrigens der wohl beliebteste Badeort auf Sal: Santa Maria: ein Konglomerat von halbfertigen Rohbauten, Baustellen und festungsähnlichen Betonburgen, in denen sich nach meinen Beobachtungen vor allem Italiener verbarrikadiert haben. Reizvoll dort ist m.E. nur der Strand, zumindest wenn man dort steht und aufs Meer guckt. Als Badeurlaub empfehlen sich dann doch eher traditionelle Ziele wie Fuerteventura, dort kann man sich auf dem Strand auch umdrehen, ohne einen Schreck zu bekommen.

Zusammengefasst: Wer also Trockenheit und Kargheit sucht, sollte gleich in die Wüste fahren, wofür sich das afrikanische Festland anbietet, z.B. die Sahara, wo man im Übrigen auch viel länger geradeaus gehen kann, ohne irgendwann ins Wasser zu fallen wie auf einer Insel. Und auch Sparfüchse kommen nicht auf Ihre Kosten, wenn sie Kosten sparen wollen. Cabo Verde zählte 2004 zwar noch zu den ärmsten Entwicklungsländern, die Preise für Dinge, für die Touristen gerne Geld ausgeben (Hotels, Essen in Restaurants etc.) dort haben aber eher mitteleuropäisches Nivea... wer also sparen möchte UND auf eine Insel, der sollte z.B. Borneo ins Auge fassen, dort bietet die Natur alles, was man zum Überleben braucht. Vorausgesetzt man überlebt.

Hier geht es zum zweiten Teil (bitte klicken)

 


Der weniger grüne Teil

Santa Maria (Zentrum!)

 

Italiener

 

Ein Luxushotel in Santa Maria

 

Demnächst ein bezugsfertiges Hotel in ganz besonderer Lage...

 


 


   eingestellt am 12. September 2007