Blei in den Flügeln


von Piet Rabek

„Blei in den Flügeln“ erzählt zwei Lebenswege aus zwei Generationen. Zunächst scheint es, dass die einzige Gemeinsamkeit der Schicksale von Franz und Alexander Wundersee darin besteht, dass es sich um Vater und Sohn handelt. Doch da gibt es noch mehr.

Franz Wundersee wird 1944 als Halbjude nach Frankreich zum Bunkerbau deportiert. Am Ende des Krieges gerät er in englische Kriegsgefangenschaft und schreibt dort in einem Lager  in einer Gefangenzeitung mit.

40 Jahre später entdeckt sein Sohn, Alexander Wundersee im Rahmen seines Studiums in Paris eine Zeitung, die 1946, so vermutet er vom Kapital aufgekauft wurde. „La Rue“, konzipiert als eine große literar-journalistische Volkszeitung und „Der Wegweiser“, in dem sein Vater 1946 mitgeschrieben hatte, haben für den Sohn sehr wohl etwas miteinander zu tun.: Sie sind beide im gleichen Geist geschrieben, der für diese Zeit vor dem aufkommenden Kalten Krieg typisch war. Über die Gemeinsamkeiten beider Zeitungen versucht der Sohn, Gemeinsamkeiten zwischen sich und dem Vater herzustellen. Aber „La Rue“ ist mehr für Alexander: Er wittert einen politischen Nachkriegsskandal, aber ihm fehlt die Kraft, ihn zu beweisen. Er schreit seine Wahrheit in alle Welt. Man betrachtet ihn als wahnsinnig und sperrt ihn in die Psychiatrie.

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Vater und Sohn: Ihre Gefangenschaft ist für sie das Blei in ihren Flügeln – ansonsten fühlen sich beide frei.

„Blei in den Flügeln“ besteht aus 2x11 Episoden, von den jede einzelne Episode in sich, unabhängig von den anderen verständlich ist.

Der Roman von Piet Rabek (Peter Mannsdorff) liegt mittlerweile auch in gebundener Form vor und kann über folgende Adresse bestellt werden: mannsdorff@gmx.de.

 

Zu den Episoden (Hier klicken)

 


   eingestellt am 7. Januar 2008