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von
Fränkie
Offensichtlich ist der
Märkischen Allgemeinen Zeitung
etwas gelungen, was im Zeitalter
des Internets für eine gedruckte Zeitung nicht ganz einfach ist, nämlich
"... das Herstellen von Anhängigkeiten ..."
auch bei uns zu erzeugen ("Drogen,
Butlerdienste, Schutzgeld",
Seite 5 der MAZ vom 13. Mai
2008); ansonsten ließe sich unsere fast schon als zwanghaft zu bezeichnende
Anhängigkeit an den MAZ´schen Sprachgebrauch kaum erklären. Wahrscheinlich
suchen wir als allenfalls - vermutlich aber nicht einmal das, sondern eher in
dritten, vierten, fünften oder in welcher auch immer - in der zweiten Liga
spielende Zeitungsmannschaft immer noch zwanghaft mit zwei bis drei Spielern den
"Anschluss" an eine erstklassige Zeitung wie die MAZ:
"Wir stehen mit zwei bis drei Spielern kurz vor dem Anschluss",
berichtet die MAZ über den Versuch
von Hansa Rostock, mit neuen Spielern eine "schlagkräftige Truppe auf die Beine
zu stellen". Wir, die Potsdamer BürgerZeitung, stehen übrigens mit zwei bis drei
Top-Journalisten der MAZ kurz vor dem Anschluss, um endlich auch einmal eine
"schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen".
Märkische Allgemeine Zeitung
"Nur berenztes Engagement..."
beweist
die Märkische Allgemeine Zeitung
vom
10./11./12. Mai 2008
nicht nur unter der Überschrift
"Auf zum Traualtar"
(Seite 14), sondern auch auch auf
Seite 6 ("Der kleine Bruder baut den größten Stausee"):
"10 000 Biberfälle wurden bis ins 20. Jahrhundert jedes Jahr verarbeitet."
Genau, liebe MAZ, man soll ja
bekanntermaßen das Fäll des Bibers ebenso wie die Häut des Journalisten nicht
verteilen, bevor man ihn nicht erlägt hat! Älles ändere wäre wöhl nür bäränztes
Ängägämänt, sö värmüten wir. Komisch, warum spukt uns denn auf einmal die
Titelmusik aus dem Film "Eat The Rich" im Kopf herum? Ach ja, die ist ja von
Motörhead, dös örklört sö öinigös...
wikipedia.org/Motorhead
wikipedia.org/Eat The Rich
Märkische Allgemeine Zeitung
Unter der Überschrift
"Vorbehalte gegen Vorschlag für Sicherheitsrat"
(Seite 2) zeigt sich
die Märkische Allgemeine Zeitung
vom
5. Mai 2008.
etwas, nun ja, eigentlich sogar
deutlich, verschämt, fast sogar verklemmt. Der Vorschlag der CDU, einen
"Nationalen Sicherheitsrat" im Bundeskanzleramt zu installieren, trifft bei den
anderen Parteien auf Skepsis, so jedenfalls berichtet die MAZ. Sie befürchten
"...eine Vermengung der Aufgaben von Polizei 6 und Bundeswehr bei der
Gefahrenabwehr."
Liebe MAZ, wir leben im Jahre
2008, da sind wir schon einiges an Freizügigkeit gewohnt. Glaubt uns, auch Ihr
dürft das Wort "Sex" durchaus ausschreiben und braucht es nicht mehr hinter der
Zahl "6" verstecken. Diese Zeiten sind ganz bestimmt vorbei. Verstehen können
wir insoweit allerdings die Vorbehalte der anderen Parteien, denn auch wir -
obwohl wir jedem und jeder Bundeswehr- und Polizeiangehörigen ihren Sex gönnen,
möchten ungern als zufällige Zuschauer(innen) bei einer alltäglichen
Gefahrenabwehrsituation unfreiwillig Zeuge (oder Zeugin) derartiger .... nun ja,
also..., sagen wir: Tätigkeiten..., werden; wir müssen an dieser Stelle freimütig
bekennen: offensichtlich sind auch wir von der Potsdamer BürgerZeitung etwas
verklemmt... In diesem Sinne: bis morgen, liebe Leserinnen und Leser, also bis
zum sexten Mai. Oh, wir meinten natürlich: bis zum 6. Mai!
Märkische Allgemeine Zeitung
Hoch aktuell, also von ihren
besten Seiten, also den besten Seiten Brandenburgs, zeigt sich
die Märkische Allgemeine Zeitung
vom
3./4. Mai 2008.
Unter dem Titel
"Ende von Tegel unanfechtbar"
(Seite 5) berichtet sie
über die im November 2005 und Februar 2006 erfolgte Schließung und Entwidmung des
Flughafens Tegel. Das finden wir gut, schlagen dafür aber eine besondere Rubrik
unter dem Titel "Was damals geschah - Rückblick auf die Jahre 2005 - 2006"
vor.
Bleiben wir beim Thema Fliegen (Seite
V 10, "City-Quickie oder Fliegenpreise"):
"Ein Sandwich kostet leicht fünf vier Euro."
Das beweist, dass die MAZ bis
immerhin bis fünf zählen kann. Fünf ist ja deutlich mehr als drei, also Respekt,
liebe MAZ! Gleich das Ergebnis hinzuschreiben wäre dagegen wohl zu viel
verlangt, denn bis zwanzig zu zählen ist nicht ganz leicht. Zukünftig, so meinen
wir, würde aber auch genügen zu schreiben:
"Ein Sandwich kostet leicht ganz viele Euro."
Wer fliegt, verreist, und wer
verreist, kommt vielleicht auch mal in die Schweiz. Vermutlich aus diesem Grunde
bemüht sich die MAZ um die Schweiz, genauer gesagt um das "alpenländische
Idiom":
"Anke ist kein Morgestraich",
heißt es auf Seite 7. Gut zu
wissen. Auch gut zu wissen ist, dass der Herr von Boeselager
"Vorsitzender der Arbeitsgemeischaft deutscher Waldbesitzerverbände"
war (Seite 4, "Von Boeselager
verstorben"). Wir vermuten, dass die MAZ die "Arbeitsgemeischaft
schweizerischer Waldbesitzerverbände" meinte, denn - da sind wir uns sicher -
auch a Arbeitsgemeischaft is koi Morgestraich.
Märkische Allgemeine Zeitung
Nachdem wir nun seit mehreren
Wochen berufsbedingt - es ist ja
allgemein bekannt, dass die Potsdamer
BürgerZeitung nicht einmal zur Grundsicherung beitragen kann - nicht mehr in der
Lage waren, über das bloße Lesen hinaus
der Märkischen Allgemeinen Zeitung
die ihr gebührende Aufmerksamkeit
zu widmen, geloben wir Besserung und wenden uns der Ausgabe
vom
28. April
2008 zu:
"Wir hier in Neukammer (Havelland) drehen sich in vielen Orten Brandenburgs
Windräder",
heißt es dort auf Seite 5
("Gegenwind von der Basis"). Diese an ein Motto aus einem westlichen, also
einem sogenannten alten, Bundesland ("Wir
in Nordrhein-Westfalen") erinnernde Anleihe ist aber deutlich
überdreht, genauer gesagt, sie hat "sich" überdreht, denn erst ohne "sich"
ergibt der Satz einen Sinn:
"Wir hier in Neukammer (Havelland) drehen in vielen Orten Brandenburgs
Windräder"
klingt doch viel weniger gedreht,
wobei uns das offenbar weltbekannte Neukammer im Havelland zum ersten Mal als (Windrad-)Nabe
Brandenburgs bekannt wird.
Während Neukammer (Havelland) also
offensichtlich bereits auf dem Gipfel der Bekanntheit ist, befindet sich Hertha
BSC erst auf dem Wege dorthin:
"Denn nach 45 Minuten war ein Anstiegsplatz nur noch fünf Pünktchen
entfernt",
berichtet die MAZ über das
Bundesliga-Fußball-Spiel zwischen Hertha BSC und Hannover 96 vom letzten
Sonnabend (Seite 8, "Vier Tore, aber nur ein Punkt"). Während Hertha BSC
offensichtlich noch auf dem Wege zu einem "Anstiegsplatz" ist, befindet sich
Energie Cottbus schon inmitten des Anstieges. Nur so lässt sich erklären, dass
die MAZ mit dem allgemein anerkannten (nach Berichten aus gewöhnlich gut
unterrichteten Kreisen bereits für die nächste Ausgabe des Duden vorgesehenen)
Begriff des "Flanballs" arbeitet (Seite 8, "Cottbuser Tollhaus"),
der vermutlich die Abkürzung für "Fußball-Liga-Anstiegs-Ball" darstellen soll:
"Kapitän Rost, der den Flanball des eingewechselten Ivan Radeljic mit
Schmackes ins Hansa-Tor befördert hatte, strahlte".
Wir strahlen mit, aber nicht wegen
eines möglichen Anstiegs von Energie, sondern wegen der immer näher rückenden
Wahrscheinlichkeit des Nicht-Abstiegs unseres einzigen Brandenburger
Fußball-Erstligisten in der Männerwelt (an dieser Stelle herzliche Grüße an
Turbine Potsdam!), ob mit oder ohne "Schmackes" (dieser Herr ist uns übrigens
noch unbekannt; wir schlagen vor, die MAZ möge ihn uns gelegentlich einmal
vorstellen). In diesem Sinne: Viele "Niabbälle" wünscht Dir, Energie, die
Potsdamer BürgerZeitung.
Märkische Allgemeine Zeitung
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